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1 Etymologie und Geschichte 2 Farbe 3 Vorkommen 4 Physische Eigenschaften 5 |
Etymologie und Geschichte
Die Herkunft des Namen aus dem griechischen αμεθυστoς (amethystos) - "dem Rausche entgegenwirkend" - drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. Ebenso sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen. Zudem wurde ihm eine apotrophische Wirkung gegen Diebstahl nachgesagt. Dieser Umstand wird belegt durch frühgeschichtliche Grabfunde. Merowingerzeitliche Gräber mit Amethyst zeigen, wenn überhaupt, Beraubungsspuren nicht im Bereich der Niederlegung der Steine (Halskette), auch dann nicht, wenn etwa goldene Schmuckanhänger ebenfalls hier zu finden waren. Möglicherweise gab es in dieser Epoche der Frühgeschichte eine weitergehende (und heute nicht mehr rekonstruierbare) nachgesagte (Negativ-)Wirkung des Amethysts auf den Dieb.
Farbe
Die violette Farbe des Amethyst entsteht durch Einlagerung kleiner Mengen von Eisen (Fe3+) und Titan (Ti4+). Durch Brennen von Amethyst entstehen gelbe bis goldene Färbungen ("citrinfarbener Quarz"). Bei vielen der im Edelsteinhandel irreführenderweise verkauften "Gold- oder Madeiratopase" handelt es sich in Wirklichkeit um gebrannte Amethyste.Vorkommen
Amethyst ist ein weit verbreitetes Mineral, große und klare Exemplare, die sich zum Schneiden und zur Weiterverarbeitung als Schmucksteine eignen sind auf vergleichsweise wenige Fundorte beschränkt. Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland und Sri Lanka.
Solche Kristalle findet man vor allem in Hohlräumen in hydrothermalen Adern und in vulkanischen Gesteinen.
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