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1492 traf dann Christoph Kolumbus auf den Westindischen Inseln ein. In seinem Tagebuch schildert er die Arawak als "unschuldig und von einer solchen Freigiebigkeit mit dem, was sie haben, dass niemand es glauben würde, der es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Was immer man von ihnen erbittet, sie sagen nie nein, sondern fordern einen ausdrücklich auf, es anzunehmen und zeigen dabei soviel Liebenswürdigkeit, als würden sie einem ihr Herz schenken." Dieses Urteil hinderte ihn aber nicht daran, im November 1493 einen Arawak in Hispaniola grundlos enthaupten zu lassen. Es war die erste schriftlich bezeugte Tötung eines Indianers durch die Spanier überhaupt, aber nicht die letzte: Bereits 100 Jahre später waren die Arawak der Kolonialisierung in Form von Zwangsarbeit und eingeschleppten Krankheiten zum Opfer gefallen und um 1600 vollständig ausgestorben.
Heutzutage existieren Arawak-Stämme nur noch auf dem amerikanischen Festland. Im peruanischen Amazonasgebiet leben ungefähr 1.700 vor allem durch Ölbohrungen stark gefährdete Machiguenga- und Yine-Arawak, sowie in Kolumbien und Venezuela die Goajiro-Arawak mit rund 60.000 Menschen.
Siehe auch: Indigene Völker Mittelamerikas und der Karibik, Indigene Völker Südamerikas
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