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Sie wurden erstmals von Ferdinand Magellan bei seiner Weltumsegelung 1519 gesehen. Den Einwohnern der Südhalbkugel waren sie jedoch schon lange durch Beobachtungen mit dem bloßen Auge bekannt. Im Fernrohr zeiget sich ihr Charakter als Galaxie, die aus Sternen, Nebeln, Sternhaufen und anderen Objekten zusammengestzt ist. Zusammen mit der Milchstraße (also unserer Heimatgalaxie), dem Andromedanebel und dem Dreiecksnebel bilden sie die Hauptbestandteile der Lokalen Gruppe.
Daten
| Name | Katalogbezeichnung | Typ | Entf. [kLj] | Entf. [kpc] | Durchm. [kpc] | Masse [M☉] | Rektaszension | Deklination |
| GMW | ESO 56-115 | Irr (SBm?) | 179 | 55 | 7,7 | 05h 24,0m | -69° 48' | |
| KMW | NGC 292 | Irr | 210 | 64 | 3,1 | 00h 51,0m | -73° 06' |
(kLj bedeutet Kilolichtjahr, also Tausend Lichtjahre; kpc bedeuten Kiloparsec, also Tausend Parsec; M☉ bedeutet Sonnenmasse)
Für die Entfernung finden sich in verschiedenen Quellen verschiedene Angaben zwischen 50 und 80 kpc. Die Recherche in aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichung zeigt, dass auf diesem Gebiet noch geforscht wird.
Die Magellanschen Wolken sind somit nach der Sagittarius Zwerggalaxie die nächsten Nachbarn der Milchstraße. Sie sind untereinander und mit der Milchstraße durch ein dünnes Wasserstoffband verbunden, den Magellanschen Strom.
Die KMW besteht vielleicht aus zwei verschmelzenden Galaxien, die auf der gleich Sichtlinie liegen und daher nicht ohne weiteres optisch getrennt werden können.
1987 explodierte in der GMW die Supernova SN1987A, die es erstmals ermöglichte, eine Supernova und deren Auswirkungen aus "nächster Nähe" zu beobachten.
Im rechtsstehenden Bild ist die Lage der Magellanschen Wolken relativ zur Milchstraße (aus SuW 5/98). Die Abkürzungen im einzelnen bedeuten:
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