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In der Regel waren Mailboxen, bis auf die eigentlichen Verbindungsentgelte der Datenleitung (Telefonleitung), kostenlos.
Viele Mailboxen sind untereinander vernetzt und tauschen in regelmäßigem Abstand (meist mehrfach am Tag) ihre Daten untereinander aus. Auf diese Weise können User unterschiedlicher Mailboxen schnell und kostengünstig miteinander kommunizieren.
Geschichte
Mit der schnellen Verbreitung der ersten Personalcomputer, vor allem des Apple II, und der ersten brauchbaren Modems enststanden die privat betriebenen Mailboxen ab ca. 1978/79 vor allem in den Großstädten der USA. Dort waren damals Ortsgespräche kostenlos und kostenlose Ferngespräche konnten wegen eines kurz zuvor bekanntgewordenen Designfehlers des Telefonnetzes leicht illegal erschlichen werden (zum Beispiel durch Phreaking), was die Verbreitung der Mailboxen v.a. in den Ballungsräumen enorm beschleunigte. In Deutschland, wo die Personalcomputer etwas später aufkamen, 1980 unter Postminister Kurt Gscheidle (SPD) der Zeittakt für Ortsgespräche eingeführt wurde, und das Monopol der Bundespost brauchbare Modems verhinderte, war der Start der Szene viel langsamer und erreichte nie die amerikanischen Ausmaße.
Das weltgrößte private Mailbox-Netz, das FidoNet (kurz Fido) entstand 1984 und verbreitete sich schnell weltweit. Kurze Zeit später entstanden in Deutschland weitere Mailbox-Netze wie das MausNet, Z-Netz, AmNet, die aber keine internationale Verbreitung fanden.
Obwohl die von den verschiedenen Netzen verwendete Software zu einander inkompatibel war, entstanden zwischen diesen Netzen rasch Schnittstellen, so genannte Gateways, mit denen über die Netzgrenzen hinweg Nachrichten verschickt werden konnten.
Mitte der 1990er Jahre erreichte die Zahl der Mailbox-User ihren Höhepunkt. Sie wird auf etwa 1,56 Millionen nur im FidoNet geschätzt. Mit der seitdem zunehmenden Verbreitung des Internet gingen die Benutzerzahlen jedoch stark zurück.
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