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Im nachexilischen Judentum wurde "Messias" zum Hoheitstitel für den erwarteten Retter im eschatologisch-apokalyptischen Kontext: Eine ungerechte Welt, in der Gerechte nicht belohnt und Frevler nicht bestraft werden, in der Leid, Krieg und Katastrophen zunehmen, geht dem Endgericht Gottes entgegen. Ungerechtigkeit und Katastrophen selbst sind Vorzeichen dieses Endgerichts. Der Messias hat in diesem Zusammenhang Züge eines zornigen Vollstreckers, aber auch eines rettenden Erlösers ("Blinde sehen, Lahme gehen, Tote stehen auf...").
Das frühe Christentum sah die Erfüllung der Messiaserwartung in Jesus Christus, seinem Wirken, seinem Tod und seiner Auferstehung. Die ersten Christen rechneten daher in naher Zukunft mit der Wiederkehr (gr. Parusie) des Messias Jesus, dem Weltende und Weltgericht. Diese Hoffnung drückte sich in der Übernahme der jüdischen apokalyptischen Tradition aus (vgl. Matth. 24; Offb. d. Joh.). Da die Parusie sich immer weiter verzögerte, wurde das noch andauernde Leid mit dem Kreuz Christi in Beziehung gesetzt (Nachfolge-Spiritualität).
Weiterführende theologische Informationen bieten die folgenden Artikel:
Unter dem Titel Messias sind verschiedene Werke christlicher Thematik bekannt:
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