Metaethik
siehe auch:
Ethik
Metaethik ist die sprachanalytisch ausgerichtete angelsächsische Ethik des 20. Jahrhunderts.
Während Ethik sich unter anderem mit Gut und Böse auseinandersetzt, beschäftigt sich die Metaethik mit der sprachanalytischen Beschäftigung der Begriffe "gut" und "böse".
Richtungen der Metaethik
Emotivismus
(Vertreter: A. J. Ayer, Ch. L. Stevenson)
- "gut"/"schlecht" bringen ein Gefühl der Urteilenden zum Ausdruck
- Beispiel: "Uni ist gut" bedeutet "Uni, juchuuu.."
Präskriptivismus
(Vertreter: R. M. Hare)
- "gut"/"schlecht" beschreiben die Funktionalität einer Sache oder das moralische Verhalten einer Person
- Beispiel: "Das ist ein gutes Auto" - Das Auto funktioniert. oder: "Du bist ein guter Mann" - Du hilfst gerne oder spendest...
Intuitionismus
(Vertreter: G. E. Moore, W. D. Ross)
- "gut"/"schlecht" bezeichnen Dinge intuitiv, ohne Begründung
- Beispiel: Wahrheit, persönliche Zuneigung etc. sind gut; Hass, Schmerzen sind böse/schlecht.
Sprechakttheorie
(Vertreter: J. Austin, J. R. Searle)
- Diese Theorie zielt darauf ab, zu erklären, dass wir mit dem was wir sagen, nicht nur etwas sagen, sondern gegebenfalls auch handeln
- Beispiel: "Ja, ich will" aus dem Munde einer Braut in der Kirche oder im Standesamt.
- muenster.org/august/philosophie/woerterb/metaethik.htm Metaethikeintrag eines Philosophischen Wörterbuchs von Schüler für Schüler
metaethik.de Metaethik © 2002 by Prof. Dr. K. Sadegh-Zadeh
Buchtipp
Annemarie Pieper: Gut und Böse. Verlag C.H. Beck, München 1997.
(Diese Buch führt in die Thematik "Gut und Böse - Was ist das" ein.
Es behandelt Metaethik jedoch nur am Rande (S.98-101).)
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |