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Sie beschreibt damit den Zeitraum, der nach dem Ende des Pleistozäns liegt, in dem aber noch keine typisch jungsteinzeitlichen Kulturen zu finden sind. Somit beginnt die Mittelsteinzeit etwa um 8.000 v. Chr. und endet ca. 6.000 v. Chr. im südlichen bzw. 4.500 v. Chr. im nördlichen Mitteleuropa. Die Zeit ist vom Zurückweichen des Eises der letzten Eiszeit und der damit verbundenen Erwärmung des Klimas geprägt. Die eiszeitlichen Tundren wurden zu Wäldern. Aus dem borealen Kiefern-Birkenmischwald entwickelte sich mit der allmählichen Einwanderung wärmeliebender Arten Haselwälder und schließlich der atlantische Eichenmischwald. Die Besiedlungsgrenze verschob sich nach Norden.
Kennzeichnend für diese Epoche sind Kleingeräte aus Feuerstein (Mikrolithen), die als Teil komplexerer Werkzeuge (z.B. Sägen) verwendet wurden. Man unterscheidet Mikrolithen aus speziellen, sehr kleinen Klingen (Mikroklingen) und geometrische Mikrolithen, die durch das gezielte Zerbrechen und anschließende Retuschieren größerer Klingen hergestellt wurden. In Nordeuropa wurden geschäftete Beile zur Holzbearbeitung verwendet. Die interne Chronologie des Mesolithikums beruht vor allem auf den wechselnden Häufigkeiten dieser Geräteinsätze.
Nachdem bereits in der Altsteinzeit (Mähren) die ersten länger dauernden Großsiedlungen entstanden, nahm die Sesshaftigkeit in der Mittelsteinzeit weiter zu. Der verminderte Schweifradius läßt sich unter anderem an der Zusammensetzung des Feuersteinrohmaterials belegen. Die Menschengruppen der Mittelsteinzeit nutzten mehrere Siedlungsplätze saisonal, aber über mehrere Jahre hinweg. Ursache war insbesondere die bessere Verfügbarkeit von Sammelgut (Obst etc.), verbesserte Techniken zum Kleintierfang und die Entwicklung der Fischerei.
www.zalf.de/grano/lip/historie/stein/mittelstein.html
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