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Mutation

Eine Mutation (lat. mutare verändern) ist eine Veränderung im Erbgut eines Organismus.

Man unterscheidet drei Typen von Mutationen:

Mit der Entdeckung des alternativen Splicings kommt ein weiterer Mutationstyp hinzu: die veränderte Regulation des Splicings, die letztlich auch im Erbgut, aber meist an anderer Stelle, verankert ist.

Des weiteren unterscheidet man Mutationen, die an die Nachkommen weitergegebenen werden, und Mutationen, die auf den Organismus beschränkt bleiben. Erstere sind wichtig im Rahmen der Evolutionstheorie, letztere in der Medizin (Krebs, Altern).

Größere Veränderungen im Erbgut führen zu Veränderungen im Stoffwechsel oder auch zu Missbildungen. Doch nicht jede Mutation muss nachteilig sein:

Solche Arten von Mutationen führen dazu, dass innerhalb einer Gruppe von Organismen funktional gleiche Gene unterschiedliche genetische "Buchstaben" innerhalb ihrer Nukleotid-Sequenz besitzen. Diese Unterschiede, die Polymorphismen heißen, lassen sich ausnutzen, um Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Individuen abzuleiten, oder auch, um eine durchschnittliche Mutationsrate abzuschätzen.

Mutationen sind ein natürliches Phänomen und ermöglichen erst die Entwicklung der Arten seit Anbeginn (siehe Evolutionslehre).

Der Mensch macht sich zudem ionisierende Strahlen zunutze, um Mutationen künstlich auszulösen. Eine Anwendung besteht in der Bestrahlung von Blumen- und Pflanzensamen, um bisher unbekannte Formen zu erzeugen und wirtschaftlich zu nutzen. Das Verfahren hat eine sehr geringe Erfolgsquote.

Der Entwicklungslehre Darwins zufolge ist die Mutation mit für die Artenvielfalt auf der Erde verantwortlich.

Im Gartenbau wird eine Mutation, aus der eine neue Sorte entsteht, auch "Abart" oder "Sport" genannt.

Siehe auch: Somatische Mutation, Darwinismus


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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