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Nördliche Krone (Sternbild)

Daten des Sternbildes Nördliche Krone
Deutscher Name Nördliche Krone
Lateinischer Name Corona Borealis
Lateinische Abkürzung CrB
Lage auf Himmelsäquator
Rektaszension 15h 15m bis 16h 25m
Deklination +26° bis +40°
Fläche 179 Quadratgrad
Rang 72
Sichtbar auf Breitengraden
Beobachtungszeitraum
für Deutschland
Frühjahr
Anzahl der Sterne mit
Größe < 3m
1
Hellster Stern,
Größe
Gemma,
Alphekka (α CrB),
2,2m
Meteorströme
Nachbarsternbilder
(von Norden im
Uhrzeigersinn)
Herkules
Bärenhüter
Schlange

Die Nördliche Krone (Corona Borealis) ist ein wenig ausgedehntes Sternbild des Frühjahrshimmels. Sie liegt zwischen dem Herkules und dem Bärenhüter.

Inhalt
1 Beschreibung
2 Geschichte
3 Mythologie
4 Himmelsobjekte

Beschreibung

Die Sterne der Nördlichen Krone bilden einen Halbkreis. Der hellste Stern Gemma (lateinisch für Edelstein) ist mit 2m auffälig hell, die übrigen Sterne erreichen nur etwa die 4. Größenklasse.

Geschichte

In anderen Kulturen hatte das Sternbild unterschiedliche Bedeutungen. So sahen die Araber darin die Schüssel eines Bettlers, die Chinesen eine Geldkette.

Mythologie

Der griechische Mythologie nach stellt die Nördliche Krone die mit Edelsteinen besetzte Krone der Ariadne, Tochter des Königs Minos von Kreta, dar. Mit Ariadnes Hilfe bezwang der Held Theseus den Minotaurus. Theseus erhielt von ihr einen Faden, mit dem er den Weg aus dem Labyrinth fand, in dem das Untier gefangen gehalten wurde.

Himmelsobjekte

Benannte Sterne

Stern Namen Größe
5, α CrB Gemma, Alphekka, … 2,2m
2, β CrB Nusakan 3,7m

Doppelsterne

Objekt Größen Abstand
2, η CrB 5,6m/5,9m 1,0"
8, γCrB 4,1m/5,5m 0,7"
7, ζ CrB 5,0m/6,0m 6,3"
17, σ CrB 6,6m/6,6m 6,3"

In der Nördlichen Krone stehen einige Doppelsterne. Um sie aufzulösen, benötigt man allerdings ein Teleskop.

Veränderliche Sterne

Objekt Größe Periode Typ
R CrB 5,7m-14,8m unregelmäßig
T CrB 2,0m-10,8m wiederkehrende Nova

R Corona Borealis ist der Namensgeber einer Gruppe von veränderlichen Sternen, die unregelmäßig ihre Helligkeit verändern. Bei Sternen diesen Typs kann man einen raschen Helligkeitsabfall beobachten. Nach einer nicht vorher bestimmbaren Zeitspanne nimmt die Helligkeit langsam wieder zu. Bei Untersuchungen des Spektrums dieser Sterne konnte festgestellt werden, dass ihre Oberfläche relativ viel Helium und Kohlenstoff enthält. Man geht davon aus, dass die Sterne in unregelmäßigen Abständen Teile ihrer äußeren Gashülle abstoßen. Dabei kondensieren die Kohlenstoffmoleküle zu lichtundurchlässigen Rußpartikeln aus. Die Rußwolke verflüchtigt sich mit der Zeit und der Stern erscheint wieder heller.
R Corona Borealis hat im Maximum eine Helligkeit von 5,7m und kann gerade noch mit bloßem Auge gesehen werden. Im Minimum sinkt die Helligkeit auf 14,8m ab und der Stern kann nur in einem großen Teleskop beobachtet werden.
T Corona Borealis ist ein veränderlicher Stern vom Typ wiederkehrende Nova. Dies sind Doppelsternsysteme, bei dem sich ein ausgedehnter Roter Riese und ein kompakter Weißer Zwerg in engem Abstand umkreisen. Die Materie aus der Gashülle des Roten Riesen strömt auf den weißen Zwerg über. Wird eine kritische Masse erreicht, setzen Fusionsprozesse ein, die als explosionsartige Helligkeitsausbrüche beobachtet werden können.
T Corona Borealis ist mit einer Helligkeit von 10,8m nur sehr lichtschwach. In den Jahren 1866 und 1946 konnten Ausbrüche beobachtet werden, bei denen der Stern mit 2,0 m auffällig hell wurde.

Messier- und NGC-Objekte

Die Nördliche Krone enthält keine Sternhaufen, Gasnebel oder Galaxien, die hell genug waren, um in den Messier-Katalog oder NGC aufgenommen zu werden.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.