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Der Begriff Süd oder Süden (Abkürzung S) bezeichnet eine Winkelhalbierende zwischen Ost (90 Grad) und West (270 Grad). Die Sonne befindet sich um 12:00 Uhr (Ortszeit) exakt im Süden.
Das Adjektiv zu Süden ist südlich.
Die Nadeln des Kompasses sind mit ihren Spitzen in Mitteleuropa fast immer nach Norden bzw. Süden gerichtet. Die eine Spitze der Magnetnadel zeigt zum magnetischen Südpol, der örtlich nicht 100%ig mit dem geographischen Nordpol übereinstimmt. Das Phänomen der Differenz zwischen geografisch Nord und magnetisch Süd wird als Deklination bezeichnet. Zur genauen Bestimmung der Deklination und damit zur Berechnung der Differenz benutzt man entsprechende Angaben auf topographischen Karten oder aber zieht Spezialkarten zum Magnetfeld (Isoklinen-Karten) hinzu.
Andere Haupthimmelsrichtungen sind Westen, Osten und Norden.
Hinsichtlich des Südwindes ist gebräuchlich: "Es weht ein Süd".
Süd ist eine eher seltene Windrichtung in großen Teilen von Westeuropa und Mitteleuropa. Nach Süden orientierte Gebäudeteile können theoretisch die maximale Sonnenenergie aufnehmen.
In der heute verbreitetsten Methode der Kartographie nach Gerhard Kremer (alias Gerardus Mercator, 1512 bis 1594) wird der Süden am unteren Blattrand der Karten dargestellt.
Siehe auch: Orientierung, Einnorden, Windrose, Zeit, Zeitzone, Sonne, Ortsbestimmung
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