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Topas

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Edelstein Topas. Für den gleichnamigen Film siehe Topas (Film).

Topas

Rohtopas im Gegenlicht
Chemismus Al2SiO4(OH, F)2
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse ___
Farbe variabel, oft gelbbraun, blau, violett, rot, farblos
Strichfarbe weiß
Härte 8
Dichte 3,5 bis 3,6
Glanz Glasglanz
Opazität durchsichtig, durchscheinend
Bruch muschelig, uneben
Spaltbarkeit leicht spaltbar
Habitus prismatisch
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___

weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale ___
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___
Topas, auch Schneckenstein, Schneckentopas oder Sächsischer Diamant genannt, ist ein im orthorhombischen Kristallsystem kristallisierendes Aluminium-Silikat-Mineral der chemischen Zusammensetzung Al2SiO4(OH, F)2. Die Klammern geben an, dass Hydroxidionen OH und Fluoridionen F in beliebigem Mischungsverhältnis auftreten können, aber in ihrer Gesamtheit immer im selben Verhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals auftreten. Die Farbe von Topas ist variabel, oft aber gelbbraun, blau, violett, rot oder farblos, während die Strichfarbe weiß ist. Viele Topase werden durch Behandlung farblich verändert. Das kann durch Bestrahlung mit Gamma- oder Elektronenstrahlen (braun, grünlichbraun) oder durch Erhitzen (blau, rötlich) geschehen.

Topas ist trotz einer Härte von 8 leicht spaltbar, wodurch es schwierig zu bearbeiten ist. Der Bruch ist muschelig bis uneben.

Inhalt
1 Vorkommen
2 Verwendung als Rohstoff
3 Geschichte
4 Sonstiges
5

Vorkommen

Topas findet sich in Form charakteristischer prismatischer, auf der Unterlage aufgewachsener Kristalle, daneben aber auch massiv oder in einer körnigen Variante. Meist tritt er zusammen mit Beryll, Turmalin und Apatit in sauren magmatischen Gesteinen wie Granit-assoziierten Pegmatiten auf, daneben kommt er auch in Greisen und als Mineralseife z. B. in Flusssedimenten vor. In Brasilien gibt es große Lagerstätten, in denen besonders große Kristalle gefunden wurden. Weitere wichtige Fundorte liegen in der Tschechoslowakei, in Sachsen , Norwegen, Schweden, Japan, Mexiko, den Vereinigten Staaten, Sri Lanka, Birma und Pakistan.

Verwendung als Rohstoff

Topas ist in reiner Form ein wertvoller Schmuckstein. Der größte jemals gefundene Topaskristall wog 271 kg, der schwerste geschliffene blaue Topas 4,2 kg.

Geschichte

Nach Angaben des römischen Naturforschers Plinius des Älteren stammt der Name Topas von der Insel Topazos ab, die im Roten Meer gelegen ist. Tatsächlich wurde aber dort kein Topas, sondern ein anderes Mineral, Olivin, abgebaut, dass jedoch lange mit Topas verwechselt wurde.

Ebenfalls verwechselt wurde im Jahre 1740 ein anderer Topas, der so genannte Braganza-Diamant. Wie der Name bereits andeutet, nahm man zu der Zeit fälschlicherweise an, dass es sich bei ihm um einen Diamanten handelt - in diesem Glauben wurde er jedenfalls in die portugiesische Krone eingesetzt!

Sonstiges

Die Handelsnamen Goldtopas und Madeiratopas bezeichnen Citrin oder gelbgebrannten Amethyst, der Rauchtopas ist ein Rauchquarz; dies alles sind mit dem echten Topas in keiner Beziehung stehende makrokristalline Varietätenen der Quarz-Gruppe.

Siehe auch: Liste von Mineralen


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.